Die Wurzeln dieses Systems liegen im fernen Osten. Daher fließen wesentliche Elemente aus der östlichen Philosophie, wie zum Beispiel des Taoismus, des Buddhismus und des Konfuzianismus, in die Lehre mit ein. WingTsun beinhaltet nicht nur die äußere Technik zur Selbstverteidigung, sondern lehrt auch, wie man zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit gelangt (Yin und Yang).
Ziel ist es, mit sich selbst und seiner Umwelt in Einklang zu kommen, um Konflikte jeder Art angemessen lösen zu können. Erst wenn ein Konflikt nicht durch die dazu erlernten kommunikative Mittel gelöst werden kann, kommen die hocheffektiven Kampftechniken zum Einsatz. Das „Wu-Wei“-Prinzip (Handeln durch Nicht-Handeln) aus dem Taoismus.
Durch die kommunikativen Übungen im WingTsun (wie das Chi-Sao) wird die Empathie und Achtsamkeit geschult, was im Alltag dabei hilft, Auseinandersetzungen frühzeitig zu erkennen und zu deeskalieren. Die den Techniken zugrunde liegenden Prinzipien lassen sich auf viele Lebensbereiche übertragen. Sie ermöglichen es, eine positivere Lebenseinstellung zu entwickeln, die Umwelt proaktiv zu beeinflussen und sich harmonisch in ihr zu bewegen.

