Der Ursprung des Taoismus ist etwa 300 Jahre vor Christus zu vermuten. Er basiert auf dem Konzept des „Tao“ (auch „Dao“), was oft als „der Weg“ oder „Prinzip des Universums“ übersetzt wird. Lao-Tse, ein chinesischer Weiser, prägte in seiner Schriftensammlung „Tao te King“ diesen Begriff. Dabei geht es nicht um rein theoretische Erwägungen, sondern um einen Lebensweg, den man aktiv beschreiten muss, um ihn zu erfahren. Das Ziel ist nicht das Befolgen starrer Vorgaben, sondern die persönliche Weiterentwicklung durch individuellen und persönlichen Unterricht.
Taoismus im WingTsun
Im WingTsun sind vor allem die strategischen Prinzipien des Taoismus enthalten. In den WT-Kampfprinzipien (Nachgeben, Aufnehmen der gegnerischen Kraft, keine eigene Kraft gegen die überlegene Kraft des Gegners einsetzen) sowie deren Manifestation - die reflexartigen Verformungen und passiven Wendungen - lässt sich deutlich erkennen, welchen tiefgreifenden Anteil diese Philosophie an der Entstehung des WT-Systems hat. Zudem lehrt der Taoismus auch das Ökonomie-Prinzip (den kürzesten Weg zu gehen).
Kurze Zusammenfassung der Lehre:
Das taoistische Prinzip lässt sich auch im Alltag erfolgreich umsetzen, um gelassener und effektiver mit Herausforderungen umzugehen.

